Spatenstich für den neuen Hochbehälter Braunsberg
- Dr. Siekmann + Partner

- 13. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Juli
Siekmann + Partner begleitet zukunftssichere Trinkwasserversorgung in der VG Rennerod
Mit dem offiziellen Spatenstich ist der Startschuss für den Neubau des Trinkwasser-Hochbehälters „Braunsberg“ gefallen. Die Verbandsgemeindewerke Rennerod errichten in den Gemarkungen Irmtraut und Neunkirchen einen neuen Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 500 m³ sowie eine Pumpstation mit Aufbereitungsanlage in Hüblingen. Ziel der Maßnahme ist die langfristige Sicherstellung der Trink- und Löschwasserversorgung für rund 1.200 Einwohnerinnen und Einwohner in Irmtraut, Hüblingen und Teilen von Neunkirchen.
Als Ingenieurbüro begleiten wir das Projekt von der Bedarfs- und Genehmigungsplanung bis zur technischen Ausarbeitung der erforderlichen Leitungen, Bauwerke und Anlagentechnik. Bereits in der Bedarfsplanung wurde ein gemeinsamer Hochbehälter für Hüblingen und Irmtraut am Standort Braunsberg als technisch sinnvolle und wirtschaftliche Lösung bestätigt. Er ersetzt künftig die in die Jahre gekommenen Hochbehälter beider Ortslagen und schafft statt aufwendiger Sanierungen eine zentrale, moderne und betrieblich flexible Versorgungslösung nach heutigen technischen Anforderungen. Geplant ist ein oberirdischer Hochbehälter mit zwei Edelstahlbehältern à 250 m³, die in einer holzbeplankten Halle untergebracht werden; das Pultdach ist für eine PV-Anlage zur Eigenstromerzeugung vorgesehen. Ergänzend werden Anlagen zur Entsäuerung und UV-Desinfektion integriert, um die Wasserqualität dauerhaft sicherzustellen. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist zudem die Neuordnung der Versorgungsstruktur im südwestlichen Bereich der VG Rennerod: Künftig speisen die Brunnen Irmtraut und Hüblingen den neuen Hochbehälter Braunsberg, während wichtige Verbundfunktionen im bestehenden Wasserversorgungssystem erhalten bleiben und verschiedene Versorgungsszenarien auch bei Ausfällen einzelner Anlagen ermöglichen. Neben dem Hochbehälter umfasst die Gesamtmaßnahme die Pumpstation Hüblingen mit Entsäuerungsanlage und UV-Desinfektion, einen Druckminderschacht am Ortseingang Irmtraut, einen Verbundschacht Hüblingen/Neunkirchen sowie die Erneuerung und Neuverlegung von rund fünf Kilometern Wasserleitungen. Auch ökologische und energetische Aspekte sind berücksichtigt: Die Bauform ermöglicht Photovoltaikflächen auf dem Hochbehälter, am Standort Hüblingen ist ebenfalls eine PV-Erweiterung vorgesehen, und im Zuge der Leitungsverlegung wird die Außengebietsentwässerung bei Irmtraut verbessert, um Ortskanalisation und nachgelagerte Anlagen zu entlasten.
Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 4 Mio. €. Ein großer Teil der förderfähigen Kosten wird über Förderdarlehen der Wasserwirtschaft des Landes Rheinland-Pfalz finanziert.
Mit dem Neubau des Hochbehälters Braunsberg entsteht eine zukunftsfähige Infrastruktur für die Trinkwasserversorgung der Region. Für uns als Siekmann + Partner ist das Projekt ein gutes Beispiel dafür, wie technische Planung, Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und langfristige Betriebsführung zusammengeführt werden können.



