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Renaturierung des Kondbachs abgeschlossen

  • Autorenbild: Dr. Siekmann + Partner
    Dr. Siekmann + Partner
  • 11. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Die Renaturierung des Kondbachs oberhalb der Ortsgemeinde Kümbdchen wurde erfolgreich abgeschlossen.


Wie viele unserer Gewässer wurde auch der Kondbach in der Vergangenheit begradigt, um angrenzende landwirtschaftliche Flächen zu vergrößern. Der Bach verlief daher bislang in einem schmalen, gestreckten Bachbett mit gestickter Sohle.


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Neben ökologischen Beeinträchtigungen führte die Begradigung durch den beschleunigten Abfluss auch zu einer starken Minderung der natürlichen Rückhaltefunktion der Aue, was eine Verschärfung der Hochwassersituation in der Ortslage Kümbdchen zur Folge hat.


Bereits im Rahmen des von unserem Büro erarbeiteten Hochwasservorsorgekonzepts für die Verbandsgemeinde Simmern wurde empfohlen, die Retentionsfähigkeit der Auenbereiche zu erhöhen. Eine zentrale Maßnahme dazu war die Renaturierung des Kondbachs - eine Maßnahme, die im Rahmen der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie aus ökologischen Gründen notwendig ist und daher über das Förderprogramm „Aktion Blau Plus“ des Landes Rheinland-Pfalz gefördert wurde (hierzu mehr).


Nach Abschluss der Baumaßnahmen verläuft der Bach nun wieder in einem naturnahen, mäandrierenden Gewässerbett, wodurch der Fließweg innerhalb des rd. 1,1 km langen Ausbauabschnittes um rd. 14 % verlängert und das mittlere Sohlgefälle deutlich reduziert werden konnte. Damit konnte ein wertvoller Beitrag sowohl zum Erreichen der ökologischen Ziele (Umsetzung der EU-WRRL) als auch zur Hochwasservorsorge geleistet werden.


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Um den Auenrückhalt in der Kondbachaue weiter zu verbessern, wurde ergänzend zu dem naturnahen Gewässerausbau ein flacher Querwall im Auenbereich hergestellt, der im Hochwasserfall zusätzliches Retentionsvolumen aktiviert.


Zusätzlich zu den Maßnahmen am Kondbach selbst, erfolgte im Rahmen des Projektes auch ein Ausbau eines namenlosen Nebengewässers des Kondbaches. Hierfür wurden große flache Wiesenmulden angelegt, in die das neue Bett des namenlosen Baches gelegt wurde. Diese Maßnahme führt zu einer deutlichen Verzögerung des Abflusses aus dem Nebengewässer und zu einer Aktivierung von zusätzlichem Retentionsraum im Hochwasserfall.



Wir, die Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner mbH freuen uns, im Rahmen dieses Projekts einen Beitrag zur Hochwasservorsorge und zur ökologischen Entwicklung der Region leisten zu können.


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