Gruppenkläranlage Westerburg ist nun komplett

5.Oktober 2016
Silke Engelmann
Solare Trocknungsanlage auf der Gruppenkläranlage Westerburg

 

Ein Baustein fehlte noch bei der 2012 eingeweihten Gruppenkläranlage Westerburg: die solare Trocknungsanlage. Im Rahmen einer Feierstunde wurde sie nun offiziell ihrer Bestimmung zugeführt.

In der solaren Trockungsanlage werden seit Dezember 2015 Klärschlämme aus den Abwassergruppen Westerburg, Gemünden und Härtlingen sowie aus den Ortsgemeinden Hellenhahn-Schellenberg und Irmtraut, beide aus der Verbandsgemeinde Rennerod, nachdem sie den Faulungsprozess in der Kompaktfaulungsanlage durchlaufen haben, auf bis zu 80 Prozent feste Stoffe verdichtet. Dies gelingt neben der Sonneneinstrahlung mithilfe der Abwärme einer benachbarten Biogasanlage. Damit der Klärschlamm während des Trockenvorgangs locker bleibt, wird er von der „Wilden Wutz Fridolin“, einem elektronischen Schwein, permanent gewendet. Nach dem Trockenvorgang, der zwischen zwei Wochen im Sommer und bis zu acht 8 Wochen im Winter dauern kann, werden die Klärschlämme  einer landwirtschaftlichen Verwertung zugeführt.

Die Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner mbH war mit der Planung und Ausführung der rund 2,5 Millionen Euro teuren Anlage betraut.