Klärschlammverwertungskonzepte für ländliche Regionen

17.Oktober 2016
.

Bedingt durch die erwartete Novellierung der Klärschlammverordnung sowie verschärfte Vorgaben des Düngerechts - den Polymereinsatz und die stoffliche Qualität des Klärschlamms betreffend - sehen sich Klärschlammerzeuger weitreichenden Veränderungen gegenüber.

Dies gilt nicht nur für größere Kläranlagen, sondern auch für Kläranlagen kleiner und mittlerer Größe, die vor allem in ländlichen Gebieten angesiedelt sind.

Dieser Thematik widmete sich unser Kollege, Herr Dr. Thomas Siekmann, auf dem 17. Kölner Kanal und Kläranlagenkolloquium und auf der DWA-Landesverbandstagung in Emmelshausen. In seinen Vorträgen stellte er die Ergebnisse des von Landesseite als eines von zwei Pilotvorhaben geförderten Klärschlammverwertungskonzepts für den Rhein-Hunsrück-Kreis vor.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die thermischen Verwertungsalternativen - für den Rhein-Hunsrück-Kreis - zu vergleichbaren Verwertungskosten führen wie bei einer bodenbezogenen Verwertung.

Weitere Ergebnisse sind der Foliensammlung  zu entnehmen.

Bei beiden Veranstaltungen wurde in konstruktiven Diskussionen deutlich, dass eine aktuell diskutierte Verschiebung der Bagatellgrenze (von 10.000 EW auf 50.000 bzw. 100.000 EW) nicht zu Untätigkeit führen darf.

Vielmehr sollte sich dieser komplexen Thematik ganzheitlich angenommen werden, da nicht nur eine Novellierung der Klärschlammverordnung eine bodenbezogene Verwertung künftig erschweren könnte bzw. wird.

Sollten Sie Fragen zur Thematik haben, sprechen Sie uns an!