Hochwasserschutzkonzept für den Kellbach in Mendig

Ortsbegehung Kellbach

14.08.2017| Silke Engelmann

Ortsbegehung zeigt Schwachstellen auf

Trotz nur vermeintlich kleiner Fließgewässer im Verbandsgebiet Mendig waren in den vergangenen Jahren vermehrte Schadensfälle in Mendig feststellbar. Betroffen waren vor allem Anlieger des Kellbachs. Ursächlich hierfür sind sogenannte pluviale Überflutungen bzw. Sturzfluten, also Hochwasserereignisse, die durch hohe Oberflächenabflüsse auch ohne Beteiligung größerer Gewässer zu Schäden an sozialen und technischen Infrastrukturen führen können. Neben Abflüssen aus unbefestigten Außengebieten beeinflussen Abflüsse verdichteter Flächen, die originär durch Entwässerungssysteme zum Gewässer transportiert werden, die Überflutungssituation wesentlich. In den vergangenen Monaten wurde die Gefahr durch Sturzfluten verschärft, da die durch vermehrte ergiebige Regenfälle gesättigten Böden zu höheren Abflussvolumina führten.

Mithilfe eines Hochwasserschutzkonzeptes und Maßnahmenkatalog kann eine Hochwasservorsorge getroffen und im Falle von Hochwasser die Situation entschärft werden.

Der Verbandsgemeinde Mendig wurde nun im Juli 2017 der offizielle Förderbescheid zur Aufstellung eines örtlichen Hochwasserschutzkonzeptes durch Umweltstaatssekretär Dr. Thomas Griese übergeben. Dies war der Startschuss für eine Begehung des Kellbachs von Niedermendig nach Obemendig, bei der neben unseren Ingenieuren Dr. Thomas Siekmann und Stefanie Wolf sowie den Vertretern der Verwaltung auch Anwohner am Kellbach eingeladen waren. Bei der Ortsbegehung wurden mögliche Gefahrenstellen, wie bestehende Einlaufbauwerke, Zustand der Uferbefestigung, Bachverlauf etc. erörtert. Nach Analyse und Bewertung der Bestandsaufnahme werden die Ergebnisse in einer Bürgerversammlung vorgetragen und ein Maßnahmenkatalog vorgelegt. Unsere Ingenieurgesellschaft begleitet dabei die Verbandsgemeinde Mendig.

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